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Erneute Zerstörung (1688–1700)

Das politische, wirtschaftliche und kulturelle Aufbauwerk Karl Ludwigs wurde noch zu dessen Lebzeiten durch die Kriege Ludwigs XIV. geschädigt. Der Pfälzer Erbfolgekrieg 1688 bis 1697 führte dann die zweite große Katastrophe des 17. Jahrhunderts für Land, Residenzstadt und Universität herbei. 1693 wurden die Stadt und das Schloss systematisch zerstört und jeder Wiederaufbau bis zum Frieden von Rijswijk 1697 verhindert.

Der Lehrbetrieb war seit der ersten Besetzung Heidelbergs 1688 notdürftig aufrechterhalten worden, die Totalzerstörung vertrieb Professoren und Studenten. Frankfurt am Main wurde zur Auffangstelle, wohin auch das Universitätsarchiv in Sicherheit gebracht worden war. Eine Aufstellung von 1697 bezifferte die Verluste der Universität durch Schäden an Gebäuden einschließlich der Vernichtung der Bibliothek auf fast

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