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Die Internationalität der calvinistischen Universität (1559–1576)

Unter Ottheinrichs Nachfolger Friedrich III. gewann die Universität internationale Bedeutung. Sie galt – nach dem niederländischen Leiden – als »drittes Genf«, als ein Zentrum der calvinistisch geprägten Wissenschaft. Bis zur Katastrophe im Dreißigjährigen Krieg kamen Studenten reformierten Bekenntnisses aus ganz Europa nach Heidelberg, ebenso Gelehrte aus den westeuropäischen Verfolgungsgebieten. Die Internationalität Heidelbergs lässt sich exemplarisch daran zeigen, dass sich beim Tode Friedrichs III. unter den Professoren nur zwei Landeskinder befanden, von den drei Theologen waren zwei Italiener und einer Franzose.

Die Pfalz erhielt 1563 eine neue Kirchenordnung, die eine Mitwirkung von Laien auf allen Ebenen der Landeskirche vorsah. Der gleichzeitig veröffentlichte »Heidelberger

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