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Die Statutenreformation Kurfürst Ottheinrichs und ihre Auswirkungen (1556–1559)

Unmittelbar nach dem Regierungsantritt Ottheinrichs begann die organisierte Einführung der Reformation in der Kurpfalz. Die Visitatoren, die den kirchlichen Ist-Zustand des Landes feststellen sollten, rieten dem Kurfürsten im November 1556, dass die »Hohe Schule hie zu Heidelberg anders als bisher angerichtet und gleich als von neuem reformiert werde, insonderheit was facultatem artium liberalium, studium theologiae und die disciplinam belanget«.

Über etwaige Proteste der Universität wegen Verletzung ihrer Privilegien müsse der Kurfürst hinweggehen, denn die Erfahrung lehre, »wo diese Schule unverbessert also sollte in ihrem Tun bleiben, dass nicht allein alle Unkosten, so sonst jährlich auf sie verwendet, ganz verloren und vergebens wären«, sondern auch der Pfälzer Kirche die Gelegenheit abgeschnitten werde,

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