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Greifswald), während in Leipzig in diesem Jahr 382 Studenten eingeschrieben waren, in Erfurt 313 und in Wittenberg 242. Kein überregional bekannter Gelehrter wirkte hier; auch die literarische Produktion war für ein Zeitalter, das Flugschrift und Traktat als Medium nutzte, um auf breitere Schichten zu wirken, eher bescheiden.

Als die Universität 1510 neben Köln, Erfurt und Mainz vom Mainzer Erzbischof aufgefordert wurde, im Streit zwischen Pfefferkorn und Reuchlin über den Wert der nichtbiblischen hebräischen Literatur, insbesondere des Talmuds, ein Gutachten abzugeben, vermieden die Heidelberger, im Gegensatz zu ihren Kollegen, eine klare Stellungnahme; ob aus Vorsicht oder aus Mangel an Experten, lässt sich nicht sagen.

Mit dem Geist der neuen Zeit sahen sich die Hochschullehrer unmittelbar konfrontiert, als Martin Luther 1518 vor dem Kapitel seines Ordens in Heidelberg Thesen über das Verhältnis Gott – Mensch vortrug. Nach

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