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calvinistischen Gesinnung nach wie vor zentral. Während dieser Zeit lebte er bei seinem Onkel, Herzog Heinrich von Bouillon.

Als Friedrich IV. im September 1610 starb, übernahm Pfalzgraf Johann II. von Pfalz-Zweibrücken die Vormundschaft. Reichsrechtlich hätte aufgrund der Regelungen, die in der Goldenen Bulle von 1356 getroffen worden waren, der Neuburger Linie diese Rolle zukommen müssen. Pfalzgraf Philipp Ludwig bekannte sich jedoch zur lutherischen Glaubensrichtung, was mit der offensiv calvinistischen Überzeugung der kurfürstlichen Familie nicht konform ging. Friedrich IV. hatte demnach in seinem Testament den Glaubensgenossen Johann als Administrator eingesetzt.

Es entbrannte eine Auseinandersetzung zwischen den beiden Linien, die letztlich reichspolitisch relevant wurde. Die Ansprüche der gegnerischen Parteien bezogen sich nicht nur auf die Regentschaft in der Kurpfalz, sondern

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