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Der manieristische Stil

Der Manierismus (ital. maniera: Stil, Manier) bezeichnet eine künstlerische Strömung in Malerei, Baukunst, Plastik, Musik und Literatur, die zeitlich zwischen Renaissance und Barock lag (etwa 1530 bis 1620). Im Gegensatz zu den harmonischen und ausgeglichenen Formen der Renaissance bevorzugten die Künstler des Manierismus kapriziöse und spannungsgeladene Kompositionen. Unter dem Eindruck politischer und wirtschaftlicher Umbrüche in Europa hielten sie das Programm der Renaissance, die Schönheit der Natur durch die Kunst zu verherrlichen, für gescheitert. Stattdessen sollte die Natur durch die Kunst überwunden und erlöst werden.

In der Malerei zeigt sich der manieristische Stil unter anderem in langgestreckten, kleinköpfigen, sehr beweglichen Figuren, die häufig keine feste Bindung zum Boden zu haben scheinen. Parmigianino, Tintoretto oder El Greco waren Maler des Manierismus. In der Bildhauerei haben die Figuren ähnliche Merkmale. Insbesondere die

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