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schrieb er sich »ehrenhalber« an der Universität der Hansestadt Rostock ein, um sich nach einer neuen Lehrtätigkeit umzusehen, allerdings ohne Erfolg.

Deshalb begab sich Wilken noch im gleichen Jahr 1561 nach Heidelberg, wo er schließlich - von kleinen Unterbrechungen abgesehen - bis zu seinem Lebensende blieb. An der hiesigen Universität ­fand Hermann Wilken, der sich in Heidelberg übrigens »Witekind« nannte, Anfang 1563 eine Anstellung als Professor für griechische Sprache, nachdem er zuvor für kurze Zeit eine Vakanzvertretung am Pädagogium übernommen hatte. Da Witekind noch keine akademische Graduierung besaß, musste er das Magisterexamen am 10. August 1563 nachholen, bevor er am 1. September offiziell in den Senat der Artistenfakultät aufgenommen wurde.

Als Melanchthonschüler konnte Witekind sich auf die neue Tätigkeit in Heidelberg einlassen, weil Anfang der sechziger Jahre des 16. Jahrhunderts in der Kurpfalz nur

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