Sozialtopographie
Wie auch in anderen Städten war der Klerus in der Regel vom Arealzins befreit, meistens auch die herrschaftlichen Bediensteten. In besonderen Fällen konnten auch andere Personen und Amtsträger von der Leistung ausgenommen werden, in Heidelberg ein Großteil der Universitätsangehörigen, genaue Grenzen lassen sich nicht immer ziehen. Diese Personen besaßen Grund und Boden zu uneingeschränkt freiem Eigen.

In den Gründungsstädten des Mittelalters war das Stadtareal ursprünglich in gleich große Parzellen eingeteilt; in Heidelberg am Heumarkt, in der Großen und Kleinen Mantelgasse und an vielen anderen Stellen an der Fassadenbreite der Häuser heute noch festzustellen. Die Höhe des Arealzinses richtete sich nicht nach der Grundstücksfläche, sondern nach der Breite der Straßenfront. Für die Norm-Einheit von durchschnittlich etwa 6,8 m wurde ein Heller berechnet, doppelte Breite zwei Heller etc.

Als die das ursprüngliche Eigentumsrecht betonende

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